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Kuchen hilft immer

11 Nov

Gut vier Stunden später bin ich wieder wach und spüle unter der warmen Regendusche die Nacht von meinem Körper. Ein weiterer Wellnesstag mit Sauna, Dampfbad und Massage wäre heute genau das Richtige für meine müden, vergifteten Zellen. Leider müssen wir um 11 Uhr auschecken und das Hotel verlassen, denn im gesamten Gebäude stehen Bauarbeiten an. Zum Ausgleich döse ich unter dem Wasserstrahl noch ein Weilchen vor mich hin.

Nichts wirkt besser gegen Katerstimmung als ein deftiges Frühstück. Dazu der Drink des Tages, heute mit Walnuss – „Nahrung für das Gehirn“, sagt der kleine Zettel daneben. Die Sonne scheint und schreibt groß „Strandspaziergang!“ an den blauen Himmel. Wer will da noch in die Sauna! Ganz zu schweigen vom AquaGym. Den Kurs haben wir leider verpasst. Joan und Gina erzählen von ihrem nächtlichen Kartoffelsuppen-Intermezzo, ansonsten ist es ungewöhnlich ruhig an unserem Tisch.

Widerwillig packen wir unsere Sachen. Ich fühle mich rausgeschmissen. Es war doch eben erst Freitag, irgendwas stimmt mit der Inselzeit nicht. Ich vermute, bei Wochenend-Trips verhält sich das Zeitgefühl negativ proportional zur Personenanzahl. Aber dafür war es auch mindestens siebenmal so lustig…

Im Taxi auf dem Weg nach Kampen bewundern wir die Schönheit der Insel, die Friesenhäuser in den Dünen, die im Sonnenlicht glitzernden Wellen der Nordsee. Als wir in der Kurhausstraße aussteigen, rieche ich endlich das Meer. Wir gehen runter zum Strand, halten das Gesicht in die Sonne, spüren den Wind und hören die Wellen rauschen. Aspirin plus C ist ein Witz dagegen.

Ich könnte ewig so weiter laufen, immer Richtung Süden, der Sonne entgegen. Wir weichen ab und zu der Brandung aus, Schaumkronen wehen über den flachen Sand. Der Gedanke, dass dieses wunderschöne Stück Natur immer da ist – für jeden, der einen Spaziergang machen, seine Gedanken sortieren, im weichen Sand seine Pomuskeln trainieren oder melancholisch übers Wasser blicken möchte – während ich Tag für Tag im kalten Neonlicht meines Hamburger Großraumbüros bewegungslos auf den Bildschirm vor mir starre, lässt mich wieder einmal grundsätzlich am Sinn meines geregelten Alltags zweifeln. Zum Glück biegen wir am Roten Kliff in die Dünen ab, Richtung Kupferkanne auf der Wattseite der Insel, bevor ich auf dieser Gedankenspirale richtig in Fahrt komme. Kuchen! Kuchen hilft immer.

Rhabarber, Mohn, Apfel, Käse – wir probieren uns durch fast alle Sorten hausgemachten Blechkuchen, die heute in der Kupferkanne aus dem Ofen gezaubert wurden. Ich bin müde von letzter Nacht, vom Wind und dem Bewusstsein, dass dieses Wochenende sich viel zu schnell dem Ende zuneigt. Die Sonne steht tief am Himmel, jeder Grashalm sieht aus wie gemalt. Wir müssen zum Bahnhof. Während wir auf unseren Zug warten, lassen wir die Highlights der letzten Nacht noch einmal Revue passieren. Wir denken zurück an Hase, Bärchen, Nicky, Gaby und Kai und nehmen uns vor, zurück in Hamburg gleich mit der Planung unseres nächsten Ausflugs zu starten. Als wir über den Hindenburgdamm fahren, geht über der Nordsee langsam die Sonne unter. Passt irgendwie zur Stimmung.

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Syltnight out

10 Nov

Vom Bademantel in den Partydress in einer Stunde: Schon um 17.15 Uhr holt uns das Großraumtaxi ab, denn wir haben die frühe Schicht in der Sansibar – 20 Uhr war längst ausgebucht. Aber es ist ja zum Glück November, draußen ist es bereits stockdunkel. Das ist keine Übertreibung. In Hamburg gibt es keine völlige Dunkelheit, die Stadt und der Hafen schlafen nie und leuchten selbst um 2 Uhr nachts den Himmel an. Entlang der Lister Straße herrscht tiefschwarzes Nichts. In meinem Magen sieht es ähnlich aus, seit dem Frühstück habe ich außer einem Duplo und zwei von Maja auf der Zugfahrt plattgesessenen Giottos nichts gegessen.

Im weichen Kerzenlicht der Sansibar sehen wir noch rosiger und erholter aus, als wir es ohnehin sind. Vor dem Fenster wirken die per Scheinwerfer angestrahlten Dünen wie die sorgfältig inszenierte Kulisse eines ZDF-Sonntagsfilms. Noch besser als diese Aussicht gefallen mir die Vorspeisenvariationen, die Jenny uns serviert. Salate, frisches Brot, Wasabinüsse, dazu Rosé und Weißwein – auf einmal ist es sehr ruhig an unserem Tisch. Nach der Pasta zum Hauptgang (war da Knoblauch drin??) teilen Bine, Eileen und ich uns das hausgemachte Joghurteis mit karamellisierten Oliven und kämpfen mit vollem Mund um den letzten Löffel. Zum Glück verteilt Jenny zum Kaffee großzügig Zentis Mandel-Nougat-Happen. Sie rät uns, den Rest des Abends in Westerland zu verbringen, denn in Kampen sei ihrer Meinung nach eher so tote Hose. „Wollt ihr denn überhaupt noch los?“ fragt Eileen in die Runde. „Mädels, es ist halb Acht!“ antworte ich, vielleicht eine Spur zu empört. Wir einigen uns darauf, es entgegen Jennys Empfehlung in Kampen zu versuchen. Dann müssen wir auch schon los, die 20 Uhr-Schicht bildet bereits eine Schlange an der Tür.

Vor der Sansibar ist Stau. Unser Taxifahrer manövriert sich gekonnt aus dem Massenauflauf und dreht für uns die Musik etwas lauter. Seine Party-Mix-CD bringt Joan und Eileen auf den vorderen Plätzen so richtig in Stimmung. Das Musiktaxi ist nichts dagegen. Im Kampener Strönwai ist unsere Partylaune allerdings an der falschen Adresse – die ganze Straße ist eine einzige tote Hose. Das Pony ist noch geschlossen, im Rauchfang sitzen vereinzelt Gäste und hängen bei einem teuren Glas Wein still ihren Gedanken nach. Zum Glück steht unser Mustafa(hrer) noch neben seinem Taxi am Straßenrand, als hätte er es geahnt. Für 15 Euro kutschiert er uns zurück nach Westerland und feiert hinterm Lenkrad mit Joan und Eileen, als würde er nie etwas anderes tun.

Die Wunderbar hat noch geschlossen. Die vier Gäste des American Bistro gegenüber sitzen gerade beim Dessert, die Party mit DJ Farres geht erst später los. Die Blonde an der Bar wirkt nicht besonders erfreut, uns zu sehen. Vielleicht hätten wir nicht gleich fragen sollen, ob sie die Musik lauter drehen könne. „Dürfen wir bleiben?“ fragt Gina unterwürfig und bricht damit das Eis, das wenig später in unseren Gin Tonics klimpert. Ein Anfang. Gina besteht auf einer Runde Sambucca, ich versenke in ihrem ein Streichholz bei dem Versuch, den Drink zu flambieren. Für sie kein Problem. Das Zeug schmeckt schließlich so oder so nicht.

Joan und Gina eröffnen die Tanzfläche. Eine gute Stunde später ist der Laden gerammelt voll. Auch für die meisten von uns ist diese Bezeichnung nicht ganz unzutreffend. Ich glaube, es begann in dem Moment, als Fenja (wir dürfen sie Gaby nennen) die beeindruckende, aus ca. 17 LEDs bestehende Discobeleuchtung über dem Tresen einschaltete und eine Runde Kurze für uns schmiss. Ihr niedlicher  Kollege Nicky (oder eigentlich Ricky, wie uns später Türsteher Kai erklärt, der in Wirklichkeit Erik heißt) legt noch drei Schokobons obendrauf. „Wir sind sieben“, mache ich ihm den Ernst der Lage deutlich. Er grinst und schlägt vor, dass Jana und ich uns einen Schokobon teilen. Mit den Händen auf dem Rücken, versteht sich. Seine Augen leuchten gierig. Wir tun ihm den Gefallen. Die Nummer mit dem Nimm2-Kaubonbon, den er als nächstes unter der Theke hervorzaubert, ist Jana allerdings eine Spur zu heiß. „Wir müssen morgen früh zum AquaGym“, entschuldige ich das Ausbleiben der erhofften Vorstellung, frei von jeglicher Logik. Nicky aka. Ricky hält das für einen guten Witz. „Der steht auf dich“, raunt Maja mir ins Ohr. Ich brauche frische Luft.

Joan und Gina gehen rauchen. Ich bin betrunken genug für eine Zigarette und halte diese für einen guten Grund, mich etwas abzukühlen. Kai-Erik verbietet uns, Gläser mit nach draußen zu nehmen, verrät uns aber dann, dass wir selbstverständlich gern auf der Terrasse neben dem Eingang Kippen und Drinks konsumieren dürfen. Von dort beobachten wir das auf der Paulstraße vorbeiziehende Partyvolk und überzeugen zwei zunächst skeptisch blickende Herren im Anzug, dass das Bistro heute Abend the place to be ist. Ich taufe die beiden Hase und Bärchen. „Wir heißen alle Nicole“, stelle ich uns drei vor.

Die Luft auf der Tanzfläche erinnert mich ans osmanische Dampfbad. Das tropische Klima hält uns allerdings nicht vom Tanzen ab. Eileen ist mit zwei blaukarierten Hemden ins Gespräch vertieft, Hase und Bärchen checken ab, welche von uns sieben Nicoles – wenigstens für heute Nacht – noch zu haben ist. Fazit: keine. Hase (oder Bärchen?) verrät Gina trotzdem: „Jede von euch hat etwas Besonderes.“ Whatever that means, Hase…

Einen Kurzen und zwei Gin Tonics später steigen fünf von uns ins Taxi, Eileen und ich bleiben noch ein Weilchen an der Bar mit BigC, einem Möbeldesigner aus Köln. BigC möchte heute Abend unbedingt noch knutschen. Ich dulde seinen Arm um meine Taille, drehe ihm aber freundlich mein Ohr zu, als sein Kopf sich meinem Gesicht nähert. Er überreicht uns seine Visitenkarte, die Eileen ihm augenzwinkernd wieder in die Hemdtasche steckt. Er versteht und verabschiedet sich. Vielleicht geht heute Nacht auf Sylt noch was für BigC.

„Mustafa verfolgt unser Taxi!“ whatsappt Bine mir. Das nun auch noch. Es ist Zeit für uns zu gehen. Der niedliche Nicky gibt uns einen letzten Schokobon mit auf den Weg und wünscht uns viel Spaß beim AquaGym. Im Taxi überlegen wir, noch im Pony vorbei zu schauen, sind uns dann aber doch einig, dass dieser Abend nicht mehr zu toppen ist. Wir schießen ein Erinnerungsfoto in der Hotellobby und fallen mit geputzten Zähnen ins Bett, wie es sich für brave Mädchen gehört.

Tiefenentspannt

10 Nov

Das Meer ruft. Wir können es von unserem Zimmer aus weder sehen noch rauschen hören, aber mich zieht es noch vor dem Frühstück nach draußen, während die anderen im Fitnessraum schwitzen beziehungsweise vom Außenpool aus Trainer Lukas beim AquaGym zuschauen. Ich ziehe meine Mütze tief ins Gesicht und laufe die Promenade ein Stück nach Süden. Grau und kalt liegt die Nordsee neben mir. Wir hatten schon bessere Momente zusammen. Ich drehe eine Runde durch den Ort und kehre zum Hotel zurück. Frühstück ist fertig. Wir bekommen einen Tisch direkt neben dem Kinderbuffet. Im Nebenraum gibt es von Waffeln über Müsli, Croissants und Brötchen bis zum frischen Rührei alles, wovon man nach einem Strandspaziergang träumen könnte. Bine mahlt eigenhändig Getreide über ihr Obst, ich schlürfe den Dinkel-Drink des Tages zum Marmeladencroissant. Ein hübscher Kellner bringt uns heißen Kaffee. Der Tag fängt gut an.

Das Meer bekommt noch eine Chance. Gina entschwindet zu ihrer Ayurveda Massage, der Rest von uns macht sich auf den Weg zum Strand. Ja, es gibt ihn, hinter dem Lister Hafen, kurz vor Dänemark, liegt der Oststrand. Sand unter den Füßen, na endlich. Maja springt mit ihren Gummistiefeln in die Brandung, neidisch sehen wir ihr dabei zu.

Joan schickt fleißig Bilder und Texte an den Mann ihres Herzens. Ich bemerke: gegen derart starke Fälle von Sehnsucht kann auch die salzigste Seeluft nichts ausrichten. Hätte ich mir denken können.

In der Panoramasauna genieße ich den Blick auf die Dünen, die Möwen und die tanzenden Nebelschwaden über dem Außen-Schwimmbecken. Das Holz knackt. Der Schweiß fließt. Die Zeit steht still. Wir kühlen uns auf der Terrasse ab, entspannen auf der Ruheliege, atmen Rosenduft im Laconium und ignorieren aus Badehosen quellende, behaarte Bierbäuche im osmanischen Dampfbad. Gina probt ihre Präsentation für Dienstag und genehmigt sich darauf eine Bloody Mary aus der Vital-Bar. Im mineralstoffreichen Algenbad mit Hydromassage dämmere ich 15 Minuten lang glücklich vor mich hin. „Du siehst total entspannt aus!“ lobt Joan mich anschließend. Kunststück an einem Tag wie heute. Ich schwimme ein paar Bahnen im Außenpool, in der kalten Luft weht salziger Wasserdampf um mein Gesicht. Kein Mensch weit und breit. Geistesabwesend lasse ich mich treiben, bis ich merke, dass Eileen oben am Fenster steht und mit meinem iPhone Fotos von mir macht. Na warte.

Pack die Bommelmütze ein

9 Nov

Bikini, Badelatschen und Bommelmütze fliegen als erstes in meine Reisetasche. Damit habe ich die wichtigsten Utensilien für unser Wellness-Wochenende auf Sylt zusammen. Kein Dünenspaziergang ohne Kopfbedeckung, das Wichtigste immer zuerst einpacken – so viel habe ich gelernt. Natürlich ist die Tasche am Ende so voll, dass ich fast zusammenbreche, als ich mich auf den Weg zum Bus mache. Joan hat ihre Mütze schon auf, fast wäre ich an ihr vorbei gelaufen. So früh am Morgen spreche ich normalerweise auch noch gar nicht, aber Joan hatte über Nacht Männerbesuch und wir analysieren kurz den aktuellen Zustand ihrer Nicht-nur-eine-Affäre-aber-auch-noch-keine-richtige-Beziehung-es-ist-halt-kompliziert-Geschichte. Ich verspreche ihr, dass es in solchen Situationen nichts Besseres gibt, als sich auf der Insel den Wind um die Nase und durch die strapazierten Gehirnwindungen pusten zu lassen.

Am Altonaer Bahnhof treffen wir Bine und Gina, versorgen uns mit Kaffee und Bagels und richten uns für die nächsten vier Stunden in der Nord-Ostsee-Bahn ein. Es gibt viel zu erzählen. Erst in Niebüll werden wir langsam ungeduldig. Wegen Bauarbeiten steht der Zug hier gut vierzig Minuten, bevor es endlich weiter geht. Die Nordsee zeigt sich heute grau und distanziert, matschiges Watt säumt den Hindenburgdamm. Es riecht nicht nach Meer, als wir in Westerland aus dem Zug steigen. Die Buslinie 1 bringt uns nach List. Das Grand SPA Resort A-ROSA Sylt liegt vor uns wie eine Festung. Zu Fuß passieren wir die porsche- und jaguarverwöhnte Schranke, die für uns nicht mal eine Augenbraue hebt. Der Pförtner empfängt uns jedoch überaus freundlich, vor dem Eingang nehmen uns zwei adrette Herren das schwere Gepäck ab. Wir taufen sie Wladimir und Vitali. In der Lobby steht ein flauschiges graues Sofa, eingerahmt von unzähligen Windlichtern mit dicken weißen Kerzen. Hinter der nächsten Tür flackert ein riesiger gläserner Kamin im Barbereich. Wellness für meine Augen. Wir schweben zu unseren Zimmern im zweiten Stock und rüsten uns für unseren ersten Spaziergang am Meer.

Als wir um die Ecke zur Strandpromenade biegen, fegt uns der Wind fast die Mützen vom Kopf. Die Bezeichnung Strand scheint für den steinigen Sandstreifen unterhalb der gepflasterten Promenade etwas übertrieben, aber vor uns liegt das Meer. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichen wir den Lister Hafen.

Mit einem Fischbrötchen im Bauch sind wir bereit für die erste Wellness-Einheit. Als Gina und ich in weiße Frottee-Bademäntel gehüllt bei Bine und Joan an die Tür klopfen, wundere ich mich über den Rollwagen mit weißen Orchideen auf dem Flur. Ein weiterer adrett gekleideter Herr, der uns freundlich zunickt, scheint einen floralen Auftrag zu haben. Wir schlüpfen ins Zimmer und warten, bis Joan ihren Bikini zurechtgerückt hat. Noch während sie im Bad ist, klopft es an der Tür. Bine öffnet. „Entschuldigen Sie, ich würde gern nach Ihrer Orchidee sehen, wenn es gerade passt“, erklärt ihr der Herr vom Flur. Bine gibt die Frage weiter an Joan. „Ja, gerne!“ höre ich aus dem Bad. Joan kommt im Bikini zurück ins Zimmer, gefolgt vom Orchideenbändiger und seiner Gießkanne. Er marschiert an uns vorbei zum Couchtisch, hebt die Orchidee aus ihrem Topf und begutachtet sie. Noch bevor wir etwas sagen können, ist er wieder verschwunden. Ich bin kurz sprachlos, doch Gina bricht das Schweigen. „Was war das denn gerade? Musstet ihr euch auch so zusammenreißen, um nicht laut loszulachen?“ Wir stimmen ihr zu. Vier Mädels in Bademänteln auf einem Zimmer und ein junger Page, der just in diesem Moment nach der Orchidee schauen muss – das klingt nach einem schlechten Pornofilm. „Was wollte er denn überhaupt mit der Orchidee?“ fragt Gina. „Na ja, er wollte schauen, wie feucht sie ist!“ antworte ich. Unser Running Gag fürs Wochenende steht damit fest.

Der Blick aus der Panoramasauna in die Dünen wirkt beruhigend. Wie alles im SPA-ROSA. Der beleuchtete Pool, die gepolsterten Liegen und Sitzmuscheln vor den Fenstern auf der Galerie, die Wendeltreppe zu den Massageräumen. Dort oben bekomme ich nach dem ersten Saunagang die bisher beste Massage meines Lebens. Die „Wohlfühlexpertin“ widmet sich hingebungsvoll meinem Rücken und spürt alle Knurpschpunkte auf, die besondere Aufmerksamkeit brauchen. Ich bin Wachs in ihren Händen. Mein Rücken würde selig lächeln, wenn er könnte. Im Ruheraum dämmere ich anschließend mit einer Tasse grünem Tee vor mich hin, genieße die Stille, die Wärme und die flauschige Decke, die über allen meinen Gedanken liegt.

In der finnischen Sauna gibt es einen Aufguss mit Salzpeeling. Der Zeremonienmeister flutet den Raum mit ätherischen Ölen und wedelt uns so engagiert an, dass meine Arme schon vom Zuschauen lahm werden. Die Limetten-Salz-Mischung, die wir zwischen zwei Aufgüssen auftragen, macht die Haut weich wie eine Orchideenblüte.

Gegen 20 Uhr treffen auch Eileen, Maja und Jana ein, die eine leicht verstörende Fahrt im Musiktaxi hinter sich haben. Es ist Zeit für eine deftige Mahlzeit. Bei Gosch bekommen wir den Stammtisch an der Bar und stimmen uns bei Thainudeln, Hummersuppe und Prosecco auf unser Mädelswochenende ein. Für heute Abend lassen wir es ruhig angehen und bleiben unter uns. Allein der augenscheinlich zahnlose Herr mittleren Alters vom Ecktisch hinter uns, der sich mehrfach zwischen der Bar und Maja und Jana hindurch quetscht, um seiner Nikotinsucht zu frönen, stört die Idylle. Der direkte Körperkontakt mit seinem ausladenden Bierbauch, begleitet von entschuldigenden Gesten, die man auch als Grabschen bezeichnen könnte, ist das Gegenteil einer Wohlfühlbehandlung. Für solche Fälle sollte es Oberteile mit Stacheln auf dem Rücken geben.

Der Wind weht uns zurück ins Hotel. Wir freuen uns jetzt schon auf das Frühstück. Eileen und ich lachen uns in den Schlaf. Keine von uns könnte erklären, was eigentlich so lustig ist. Ihr Anti-Allergie-Microfaser-Schnarch-Präventions-Schlafsack lässt mich auf eine ruhige Nacht hoffen. Müde vom Lachen, müde vom Wind, gespannt auf den nächsten Tag schlafe ich ein.

Die gelbe Armee

31 Jul

Der Sonntagmorgen kommt viel zu schnell. Wir genießen unseren letzten Tag in Riga bei einem vorzüglichen Frühstück im Altstadtcafé Rigensis in der Tirgoņu iela. Die Auswahl an kunstvoll arrangierten Köstlichkeiten ist überwältigend. Ich entscheide mich für Kirschstrudel mit Latte macchiato und bereue meine Wahl keine Sekunde. Welten liegen zwischen diesem kleinen Leckerbissen und der großen, aber grauenhaften Auswahl des Maritim-Frühstücksbuffets. Ein wunderbarer Start in den Tag. Als eine Busladung Touristen im besten Alter den kleinen Laden stürmt, brechen wir in Richtung Petrikirche auf.

Zur Aussichtsplattform gelangen wir nach Entrichtung von ermäßigten 2 Ls pro Studentin mit einem kleinen Fahrstuhl. Darin sitzt ein blasser junger Mann, von dem wir nicht gleich wissen, ob er wirklich echt ist. Wie ferngesteuert kauert er auf seinem Höckerchen, drückt Knöpfe und gibt bei Bedarf kurze Befehle an ein- und aussteigende Touristen. Es sieht ein bisschen so aus, als würde er schlafen. Eileen unterstellt unserem Liftboy, dass er die letzte Nacht mal wieder durchgemacht hat und ich hoffe währenddessen, dass seine Deutschkenntnisse maximal mangelhaft sein mögen. Er zeigt jedenfalls keinerlei Regung und starrt stur geradeaus, bis wir oben angekommen sind und sich der menschliche Fahrstuhlinhalt auf die Aussichtsplattform drängelt.

Hier oben ist noch ein bisschen weniger Platz als auf dem Hamburger Michel. Dazu kommt, dass der Fahrstuhl die Besucher direkt auf das Kirchturmdach spuckt und es kein Treppenhaus als Puffer gibt, falls es mal zu eng wird. Zum Glück ist meine Klaustrophobie ähnlich schwach ausgeprägt wie meine Höhenangst und ich genieße den 360°-Blick auf die Stadt. Wir finden unsere neuen Lieblingscafés und die vielen hübschen Plätze, die von hier oben aussehen wie Legoland. Schade, dass wir Riga schon in ein paar Stunden aus der airBaltic-Maschine zum letzten Mal aus der Vogelperspektive betrachten werden.

Noch bleibt uns Zeit, um durch die Gassen zu bummeln, die Wachen vor dem Schloss zu beobachten und ein Abschluss-Kaffeekränzchen im Tea & Coffee garden zu zelebrieren. Der honey cake hat es Bine dermaßen angetan, dass sie am liebsten eine ganze Palette davon mit nach Hause schmuggeln würde. Doch ihr sind kriminelle Handlungen jeglicher Art vollkommen zuwider. Sie ist regelmäßig empört, wenn wir im Vapiano ein paar Gläser mitgehen lassen, um anschließend im Kino mit dem Prosecco anzustoßen, den Joan noch im Büro gefunden hat. Der Verzehr mitgebrachter Speisen und Getränke in gastronomischen Einrichtungen verstößt gegen ihre allgemeinen Grundsätze. Meist setzt sie dann einen leicht pikierten Blick auf und tut, als gehöre sie zur Gesellschaft am Nebentisch. Im Dunkel des Kinosaals allerdings prostet sie uns dann doch verschwörerisch zu und nimmt das Corpus Delicti anschließend mit nach Hause – vielleicht, um es bei ihrem nächsten Besuch der Gastrokette heimlich wieder an der Tablettausgabe zu retournieren. Bine hat es nicht leicht mit uns. Nie hätten wir geahnt, dass es heute, an diesem sonnigen Sonntagnachmittag in Lettland, der bisher genauso harmonisch wie überaus harmlos verlaufen ist, für ihren tapferen Teamgeist zur absoluten Zerreißprobe kommen würde.

Die Straßenbahn zuckelt von der Haltestelle Slokas iela zum Aleksandra Grīna bulvāris. Wir können das Maritim Park Hotel schon sehen, als rechts von unserem Waggon Männer in neongelben Westen auftauchen und die Bahn abrupt zum Stehen kommt. Fahrkartenkontrolle! Blöd, dass wir uns mit diesem Thema das ganze Wochenende nicht näher auseinandergesetzt haben. Wir schalten sofort und machen uns zum Aussteigen bereit. Ich versuche, unbeteiligt vor mich hin zu pfeifen. Erst auf den Stufen zur Tür bemerken wir, dass dies keine Haltestelle ist, sondern eine böse Falle. Der Mann mit der Weste fährt seine Arme aus und scheucht uns wieder zurück zu den restlichen Fahrgästen, die das Geschehen gespannt beobachten. Eine rundliche Oma kichert schadenfroh vor sich hin. Durch die anderen Türen steigen weitere Kollegen ein. Draußen auf der Wiese sind noch mehr von der gelben Armee. Wo kommen die bloß alle her? Der Anführer will unsere Tickets sehen, womit er gleich zum Kern des Problems vorstößt. Als er sich darin bestätigt sieht, dass wir außer albernen Ausflüchten nichts vorzuweisen haben, kommandiert er uns hinaus auf die Grünfläche neben den Gleisen und schaut uns böse an. „No ticket? That is 5 Lats. For each!“ Dabei zeigt er mit dem Finger auf jede Einzelne von uns. Ich entspanne mich ab dem Moment, in dem ich realisiere, wie vergleichsweise günstig wir aus dieser Nummer wieder herauskommen, und fange an, mich über die komische Seite dieser Situation zu amüsieren, als sich der Anführer mit meinem Vornamen und der Ortsangabe „Germany“ begnügt. Wir schmeißen unser letztes Bargeld zusammen und kaufen uns frei. Ich beobachte, wie sich der Rest der Armee auf Befehl ihres Kommandeurs ins Gebüsch verzieht und beim Auftauchen der nächsten Bahn auf seinen Wink hinterlistig wieder hervorrobbt. So läuft das hier also.

Bines Teamgeist befindet sich in Schockstarre. In nächster Zeit werden wir in ihrer Gegenwart nicht einmal eine Restaurantserviette in der Handtasche verschwinden lassen können. Wir holen unser Gepäck aus dem Hotel und fahren mit zwei Taxen zum Flughafen. Ich schaue mir die Fotos auf dem iPhone an und überlege, ob es sich hierbei um illegales Bildmaterial handelt. Beim Security Check und der Einreise in unser Heimatland kommt es zu keinen weiteren Zwischenfällen. Direkt nach dem Begrüßungskuss gesteht Eileen ihrer besseren Hälfte aufgeregt: „Wir wurden beim Schwarzfahren erwischt!“ Nicht gerade das treffendste Fazit unseres Wochenendes, doch es entlockt ihm ein entspanntes Lächeln. Womöglich hatte er nach drei Tagen als Strohwitwer mit tragischeren Geständnissen gerechnet.

Über den Dächern von Riga

30 Jul

Das vom Reiseführer empfohlene Restaurant gibt es nicht mehr. Diese gedruckten Büchlein sind ja irgendwie auch überhaupt nicht mehr zeitgemäß, mit der richtigen App wäre uns das vielleicht nicht passiert. Aber es ist auch schön, einfach mit offenen Augen durch die Stadt zu laufen und zu schauen, wohin uns die Füße tragen. Street View mal ganz ohne Google. Das Restaurant Monterosso in der Vaļņu iela ist eines der ältesten in Riga und empfängt uns mit gediegen-stilvollem Ambiente. Es war anscheinend Glück, dass auf der Terrasse kein Tisch mehr frei war, nicht nur wegen der zahlreichen lettischen Wespen, deren aggressive Attacken uns schon mehrmals zu slapstickreifem Fluchtgetänzel veranlasst haben. Hier sind wir in Sicherheit. Erwartungsvoll lassen wir uns vor gestärkter Tischwäsche und polierten Weingläsern nieder. Die umfangreiche Speisekarte verlängert den Bestellprozess ein wenig, doch da uns die Wartezeit aufs Essen von einem köstlichen Brotkorb und einem 2008er Verdicchio versüßt wird, sind wir vollkommen entspannt.

Die gehaltvollen Spezialitäten von der Pfifferlingskarte lassen keine Luft mehr für süße Sünden. Auch ohne Dessert fällt die Rechnung für hiesige Verhältnisse relativ hoch aus, aber satt und zufrieden, wie wir sind, macht uns das nicht viel aus. Shoppingumsätze sind bisher quasi nicht existent und irgendwie müssen wir ja Geld im Land lassen. Wir passieren den Pilsetas-Kanal und das Freiheitsdenkmal und verlassen die Altstadt.

In der Neustadt haben wir die Wahl zwischen der Skyline Bar des Radisson Blu, der Star Lounge Bar des Albert Hotels und der Terrace Riga auf dem Shoppingcenter Galleria. Nach einer kurzen Besichtigung der Terrace ziehen wir zunächst weiter zur Star Lounge Bar, wo wir auf eine Runde Drinks verweilen und die Geburtstagsgesellschaft am Tisch gegenüber beobachten. Es sind etwa zehn Jungs und Mädchen Anfang 20, das Geburtstagkind bekommt einen Erotikbildband inklusive 3D-Brille geschenkt und überspielt seine Verlegenheit den Mädchen gegenüber mit betont lässigem Gelächter über die abgebildeten Rundungen, während sein Kumpel eine ganze Serie Bilder von ihm schießt, die er sicherlich später bei Facebook posten wird. Die zwei hübschen Lettinnen tragen – natürlich – High Heels und werfen sich in offensichtlich einstudierte Posen, als sich das Objektiv auf sie richtet. Eine der beiden hält ihre Hände hündchenartig vor die Brust und setzt den passenden Blick dazu auf, als der Fotograf auf den Auslöser drückt. Wir finden das wenig emanzipiert, sind aber nach wie vor beeindruckt von der catwalkreifen Performance, zu der die Mädels jeden Gang zur Toilette auf ihren nachgemachten Louboutins inszenieren.

Wir beschließen, den Rest des Abends auf der Terrace an der frischen Luft zu verbringen. Die Dachfläche der Galleria präsentiert sich als gemütliche Mischung aus Lounge, Bar und Restaurant mit einem wunderschönen Blick über das abendliche Riga. Nach den zwei hinter uns liegenden Fußmärschen durch die Dzirnavu iela haben wir uns wieder ein paar Kalorien verdient. Wir bestellen Bellini, Kir Royal, Espresso, Macchiato, Pommes mit Ketchup (mein „Heartbeat“ in der Star Lounge Bar war einfach viel zu süß!) und fünf Mal das Dessert des Tages: einen Schokoladenkuchen, der eindeutig die Bezeichnung „death by chocolate“ verdient hat. Er hat nicht die Klasse des Soufflees aus dem Olive Oil und ist von der Konsistenz her eher eine überdimensionierte Praline, doch seine schwere Süße hat eine angenehm betörende Wirkung. Eileen kann sich jedoch nicht so recht entspannen, so lange zu allen Seiten Damen in High Heels an ihr vorbei stöckeln, als würden sie barfuß über eine Wiese laufen. Als die Promo-Girls von Stoli Vodka in ihren Uniformen aus hohen Absätzen und viel nackter Haut mit ihrem lächerlichen Gewinnspiel an unseren Tisch kommen, greift sie sich eine der sonnenbankgebräunten Blondinen und stellt endlich die Frage, die ihr seit über 36 Stunden auf der Zunge brennt: „How can you walk in these shoes!?“ Der Wodkaengel reagiert überrascht und leicht amüsiert, hat aber leider keine weltbewegende Erklärung für uns parat. Weder sind ihre Fußballen mit Hyaluronsäure unterspritzt noch besitzt sie das ultimative Gelpolster für schmerzfreies Gestöckel – sie gibt ehrlich zu: „Yeah, it hurts. When I can walk in flats, it’s like heaven.“ Fast möchten wir sie umarmen für dieses beruhigende Geständnis und ein bisschen auch aus Mitleid wegen ihres niveaulosen Jobs als wandelnde Männerphantasie. Bine resümiert pragmatisch wie immer: „Der Trick ist, zu heiraten, bevor der Hammerzeh kommt.“

(Fortsetzung folgt…)

Ein Tag am Meer

30 Jul

Der Samstag begrüßt uns mit gleißendem Sonnenschein. Der Schlaf war vergleichsweise erholsam, zumindest während der ersten Hälfte der Nacht hat Eileen aufgrund der Wirkung ihrer Allergietablette nicht einen Mucks von sich gegeben. Zugegeben war ich zeitweise um die Existenz ihrer Atemfunktion besorgt. Das muss sie gespürt haben, denn irgendwann drehte sie sich freundlich zu mir um und schnarchte mir sanft direkt ins Ohr. Wir können uns beide nicht dazu aufraffen, rechtzeitig zum Frühstück aufzustehen, die Verlockungen des Maritim-Buffets sind ja auch eher masochistischer Natur. Mit leicht knurrenden Mägen machen wir uns gegen 11 Uhr alle auf den Weg zur Bahnstation Torņakalns, von der die Züge nach Jūrmala abfahren, dem lettischen Badeort an der Ostsee mit 30 Kilometern weißem Sandstrand. Eileen begrüßt die Dame hinter dem Fahrkartenschalter und bestellt sechs Tickets für uns. Sie verhält sich heute ganz besonders teamorientiert, die Putzkraft aus der siebten Etage des Maritim-Hotels wundert sich wahrscheinlich in genau diesem Moment, weshalb auf ihrem Wagen sechs Duschhandtücher fehlen. Eileen hatte es vorgezogen, schnell zuzugreifen und nichts als eine Staubwolke auf dem Flur zu hinterlassen, während Joan noch überlegte, ob sie die gerade in Zimmer 718 beschäftigte Dame auf Deutsch, Englisch oder in Gebärdensprache um diesen kleinen Gefallen für unseren Strandausflug bitten sollte.

Die Angestellte hinter dem Fahrkartenschalter hält uns für völlig bekloppt. Hilflos hält sie einen kleinen Zettel mit der Aufschrift „4,80 Ls“ gegen die Scheibe und gestikuliert so lange, bis wir verstehen, dass dies nicht der Preis pro Person ist. Umgerechnet 6,70 Euro für die gut 20 Kilometer lange Strecke ans Meer für uns alle. Da bleibt noch Luft für ein großes Eis an der Strandpromenade.

Der Zug ist so voll besetzt mit sonnenhungrigen Wochenendausflüglern, dass wir während der gesamten Fahrt im Durchgang zum nächsten Waggon stehen müssen. Nach einer knappen halben Stunde sind wir in Dzintari angekommen und steigen aus. Wir folgen der Karawane von Männern in Muskelshirts und Frauen in Kork-Wedge-Heels durch den Park. Bine und ich erklimmen die Stufen eines Aussichtsturms aus Holz und Stahlgittern, für mich ein beachtliches Sportprogramm vor dem Frühstück. Oben angekommen habe ich das mulmige Gefühl, eine spontane Höhenangst zu entwickeln. Plötzlich fällt mir ein, dass ich normalerweise nicht einmal über Lüftungsgitter laufe, und das nicht nur, weil ich bereits mehrmals in einem dieser Exemplare mit dem Absatz hängen geblieben bin. Durch das Gitter unter meinen Füßen scheint der Boden unangenehm weit entfernt. Der Turm wankt leicht im Wind. Als könne die Konstruktion jeden Augenblick zusammenbrechen, taste ich mich vorsichtig zum Rand vor, um ein paar Bilder zu machen. Wir sehen Bäume und dahinter das Meer. Spektakulärer finde ich die Aussicht nach unten, die durch das Display meines iPhones irgendwie weniger bedrohlich wirkt.

Es wird dringend Zeit für einen Kaffee und ein kleines Frühstück. Als wir nach einigen Umwegen und kurzen Unterbrechungen zwecks Schuhwechseln (zur Auswahl stehen Flip Flops, Ballerinas und barfuß am Strand) die Hauptstraße Turaidas iela mit vielen Restaurants und Cafés finden, entscheiden wir uns ohne großes Zögern für den Garten des Pesaga Pils. Pfannkuchen mit karamellisierten Orangen, Caffè Latte und frisch gepresster Orangensaft versetzen mich für die nächste Viertelstunde in einen  Zustand verfressenen Schweigens. Da ist es mir und meinem Bauch eigentlich ganz recht, dass sich die Sonne mittlerweile hinter eine Wolkenschicht verzogen hat, so dass es etwas zu frisch ist, um im Bikini am Strand zu liegen. Eileen und Joan haben sich bereits fröstelnd in die geliehenen Hotelhandtücher gewickelt. Wir waren alle sehr optimistisch bei der Kleiderwahl heute Morgen und haben uns größtenteils für Tank Tops und Röckchen entschieden. Unser Besuch am Strand fällt entsprechend relativ kurz aus, obwohl dieser sowohl in Länge und Breite als auch auf Grund der angebotenen Aktivitäten und Vielfalt der Strandbars wirklich beeindruckend ist. Wir bewundern akkurat durchtrainierte Sportler im pinkfarbenen Badehöschen und diskutieren über die Erträglichkeit vollständig behaarter Männerrücken. Hier offenbaren sich ganz neue Möglichkeiten der Flechtkunst.

Zurück am Bahnsteig, kommt die Sonne wieder hinter den Wolken hervor. Wir sind zwar ein bisschen traurig, dass unser Strandtag schon zu Ende ist, freuen uns aber auch auf eine entspannte Dusche vor dem Abendprogramm. Eileen und ich müssen uns am Ende doch einigermaßen beeilen, da wir gezwungen werden, zweimal zur Rezeption zurückzukehren, um die Funktionalität unserer Zimmerkarten zu reklamieren. Das wild blinkende rote Lämpchen über dem Türgriff macht uns spätestens beim zwanzigsten Mal rasend. Eine von uns hätte schon längst fertig geduscht sein können! Die diensthabende Rezeptionistin begleitet uns schließlich widerstrebend zu unserer verschlossenen Tür und verschafft uns mit ihrer eigenen Codekarte endlich den ersehnten Zutritt. Sie hat das Problem gelöst und hält es daher für äußerst überflüssig, auch nur eine Spur von Bedauern für diesen lästigen Vorfall zu zeigen. Wir haben jedoch keine Zeit, uns weitere Gedanken zur Unhöflichkeit des Hotelpersonals zu machen, denn uns bleiben nur noch knappe 35 Minuten bis zum Aufbruch.

(Fortsetzung folgt…)

Vom rasanten Vernaschen des sündigen Soufflees

29 Jul

Träge dösen wir ein Weilchen auf dem Bett und zappen durch das Vorabendprogramm der deutschen Fernsehkanäle, bis unsere Füße wieder grünes Licht geben und der Prosecco gut durchgekühlt ist. Gegen 20 Uhr sind wir alle frisch geschminkt in No. 711 versammelt und befreien die erste Flasche Freixenet aus der Minibar. Ich lasse es mir nicht nehmen, den Korken durch das geöffnete Fenster in den Himmel über Riga zu schießen. Nach dieser ersten Runde gehen wir zum Black Balsam über. Es bleibt allerdings für jede von uns bei einem kleinen Schlückchen, denn gegen dieses Gebräu schmeckt ein Jägermeister wie verdünnter Kinderhustensaft. Wir brauchen die zweite Flasche Freixenet zum Nachspülen. Wieder lasse ich den Korken fliegen. Im selben Moment kommt im Fernsehen ein Bericht über den Absturz der Air-France-Maschine über dem Südatlantik. Ich überlege kurz, ob ein Zusammenhang bestehen könnte. Der Balsam hat offenbar mein Zeit- und Logikempfinden geschwächt.

Maja lackiert sich noch schnell die Nägel in „Barefoot in Barcelona“-Braun und kratzt sich am Po, als ich ihre schönen schmalen Fingernägel bewundere. Um Missverständnisse zu vermeiden, klärt sie uns sogleich auf, dass dies ein durchaus üblicher Brauch ist, wenn man ein Kompliment bekommt. So ähnlich wie auf Holz zu klopfen. Nur praktischer, weil man den Po immer dabei hat. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, als wir uns auf dem iPhone „Rapante Rapante!“ ansehen (es gibt kostenloses W-LAN im Hotel – einer der wenigen Pluspunkte). Nach „Frosch und Maulwurf“ und dem Bob Marley-Baby müssen wir erst das Augen-Makeup etwas auffrischen, bevor wir uns auf den Weg in die Altstadt machen können. Es ist schon 21.30 Uhr und wir haben außer Weingummis und Chips nichts im Magen.

Wir gondeln mit der Bahn über die Brücke. Zwar trägt keine von uns mehr als 5 cm Absatz, aber da auf Grund unserer leichten Orientierungsschwierigkeiten die Wege oft genug weiter sind als nötig, wollen wir es an dieser Stelle entspannt angehen lassen. Entspannt sind wir auch beim Thema Tickets, es sind ja nur drei Stationen. Auf unserer Stadtrundfahrt habe ich ein ganz entzückendes italienisches Restaurant gesehen, nicht weit vom Livenplatz. Wenn ich doch nur wüsste… Eileen fragt einen Rikschafahrer nach einem „nice italian restaurant not far from here“ und erhält daraufhin tatsächlich eine grobe Wegbeschreibung und das Angebot „I can take you there!“. Wir wandern die Riharda Vāgnera iela entlang, biegen zweimal ab und landen wieder am Livenplatz. Ich sehe uns schon in einem der Touristenlokale am Platz einen mittelmäßigen Abend verbringen, als direkt vor mir die Rettung in Form eines Rikscha-Rückens auftaucht.

Wenige Minuten später okkupieren wir einen Tisch im lauschigen Hof des Olive Oil und wissen sofort, dass es ein großartiger Abend werden wird. Wir bestellen eine Runde Prosecco mit Himbeerpüree und stürzen uns gierig auf den servierten Korb mit knusprig-frischem Brot. Als ich mir genüsslich einen mit Kräuterbutter bestrichenen Bissen auf der Zunge zergehen lasse, schließe ich die Augen und seufze glücklich: „So muss sich die Wespe auf dem Törtchen gefühlt haben!“ Das Niveau wird von dem folgenden Pizza- und Pastagang (hauchdünn! hausgemacht!) mühelos gehalten, Joan lässt es sich richtig gut gehen und gönnt sich eine Tomatensuppe. Mit zufrieden grinsenden Bäuchen begutachten wir die Dessertkarte und lassen angesichts dieser verführerischen Auswahl alle Hemmungen fallen. Schokoladensoufflee, Marzipanrolle und Tiramisù räkeln sich wenig später auf drei Tellern lasziv in unserer Mitte. Wir umfassen wie hypnotisiert unsere Löffelchen und fixieren alle sechs lüstern das heiße Soufflee. Auf „Drei“ greifen wir mit dem Tafelsilber an und stoßen gleichzeitig zum feuchten Schokoladenkern vor. Die süße dunkelbraune Masse läuft in dicken cremigen Linien über das Porzellan. Ein sechsstimmiges Stöhnen geht durch den Hof. Die kleine Wespe wäre vor Neid erblasst. Als Nächstes nehmen wir uns die Marzipanrolle vor: sahniges Eis, ummantelt von glänzender Mandel-Zuckermasse, gekrönt mit tiefroter Erdbeeressenz. Dieses kleine Biest trieft vor köstlichsten Kalorien und hat keine Chance, sich auch nur einen Augenblick länger im schmeichelnden Kerzenlicht zu sonnen. Das kühle Eis schmilzt sanft im Mund und bildet mit dem Marzipan eine prickelnde Fusion der Temperaturen. Bines Augen funkeln, als sie den letzten Rest Erdbeersauce vom Teller kratzt, nur zu gern würde sie ihn in beide Hände nehmen und ihrer Zunge freien Lauf lassen. Noch haben wir nicht genug. Unter einer Schicht aus feinstem Kakaopulver erwartet uns Mascarponecreme auf mit Espresso und Amaretto getränktem Biskuit. Zutiefst beglückt und schon leicht erschöpft von den ersten beiden süßen Sünden, zelebrieren wir das Verspeisen des Tiramisùs als langsames und zärtliches Nachspiel.

Es steht außer Frage, ob wir nach diesem einzigartigen Dinner noch eine Bar aufsuchen wollen. Man schaltet ja auch nicht das Nachtprogramm von RTL II ein, wenn die zerwühlten Laken noch warm sind…

(Fortsetzung folgt…)

Orientierungsschwäche und Orgasmuswespe

29 Jul

Etwas erschöpft machen wir uns gegen Mittag endlich auf den Weg in die Altstadt. Das Maritim Park Hotel liegt auf der „falschen“ Seite der Daugava, des Flusses, der Riga in zwei Teile trennt. Wir spazieren die Hauptstraße entlang und überqueren die Brücke, wobei wir nachvollziehen können, dass Jogging in dieser Stadt nicht empfohlen wird. Schwere Lastwagen brettern an uns vorbei und schon nach kurzer Zeit habe ich das Gefühl, von einer Staub- und Abgasschicht überzogen zu sein. Immerhin können wir diese Gelegenheit nutzen, um herausragende Perlen der lettischen Architektur zu bewundern.

Auf der anderen Seite des Flusses wird es schnell besser. Nach einem Blick auf Schwabe- und Schwarzhäupterhaus am Rathausplatz steuern wir zielstrebig den Tea & Coffee garden in der Grēcinieku iela an. Er gehört zum exquisiten Garden Palace Hotel, das uns bedauerlicherweise bei unserer Suche nach einer adäquaten Unterkunft nicht begegnet ist. Wir bewundern kurz den kleinen verwunschenen Innenhof und bestellen Kaffeespezialitäten und Kuchen im Café. Hatten wir vorhin noch von Starbucks gesprochen? Der Anblick des Törtchenangebots verschlägt uns den Atem und der Milchschaum des Latte macchiato hat eine Konsistenz wie frischester Eischnee. Wir schwelgen und bieten uns gegenseitig schwesterlich honey cake, lemon cake, blueberry cake und chocolate cookies zum Probieren an. Sollte der Rest der Altstadt eine Enttäuschung werden, hätte sich unser Besuch für dieses Kaffeekränzchen auf jeden Fall gelohnt! Die Rechnung beläuft sich mit Trinkgeld auf gerade mal 18 LVL, umgerechnet ca. 25 Euro. Für sechs Personen! Bei Starbucks hätte sich jede von uns mit einer Grande Latte zufriedengeben müssen für diesen Preis.

So schön es im Tea & Coffee garden auch ist – wir wollen noch ein bisschen was von der Stadt sehen. Über den Handwerkermarkt schlendern wir in Richtung Domplatz, um uns von einem Elektrobus an wichtigen Sehenswürdigkeiten wie dem Rigaer Schloss oder den Drei Brüdern vorbei kutschieren zu lassen. Es gibt so viel zu gucken, dass es wirklich schade ist, wie schwach unsere sechs Orientierungssinne funktionieren, selbst im Team. „Wo war noch mal der hübsche kleine Laden, den wir vorhin bei der Rundfahrt gesehen haben?“ Ähm. Ich habe ja schon Schwierigkeiten bei der Frage, wo Norden ist oder links. Der angedeutete Stadtplanausschnitt auf der Rückseite des Tickets hilft uns nicht weiter. Wir nehmen die kleine Niederlage hin und machen uns auf den Weg zum nicht zu verfehlenden Zentralmarkt in fünf ehemaligen Zeppelin-Hangars am Pilsētas-Kanal. Hier gibt es auf über 70.000 m² Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse, Milchprodukte, Brot, Honig, Kleidung und Souvenirs.

Schon aus einiger Entfernung schlägt uns kräftiger Fischgeruch entgegen. Einige der glitschigen Exemplare in den Auslagen der Händler haben ihr Schicksal noch nicht akzeptiert und zucken verzweifelt. Ein herzzerreißender Anblick. Schnell in die nächste Halle. Es gibt hier auch Apotheken, einen Supermarkt und Stände, an denen Tüten mit Designerlabels verkauft werden. Sogar eine Karstadt-Tragetasche hat sich hierher verirrt. Draußen vor den Hallen stehen weitere Marktstände. Wirklich schade, dass wir weder Sellerie noch Suppengrün brauchen. Wir teilen uns in zwei Grüppchen auf und treffen Bine, Anna und Maja nach einer halben Stunde mit ihrer Beute in Form von drei beachtlichen Gewürzgurken wieder. Eileen, Joan und ich haben uns eine Runde an der frischen Luft gegönnt, obwohl es mittlerweile ziemlich penetrant regnet. Wir springen in die nächste Straßenbahn (wo gibt es eigentlich die Tickets?) und hüpfen erfreut zwei Stationen später wieder hinaus, als Eileen uns mit einem spitzen Aufschrei darauf hinweist, dass sie das Shopping Center erblickt hat, an dem wir vorhin mit unserer Touristenkutsche vorbeigefahren sind. Das Galerija Centrs beherbergt 140 Geschäfte, doch wir begnügen uns entgegen jedes Klischees mit einem einzigen Schuhladen, dessen Portfolio uns nicht einmal dazu animiert, die Kreditkarte zu zücken. Das ist schon leicht beängstigend, irgendwas stimmt nicht mit uns. Vielleicht sind wir einfach erschöpft von der letzten Nacht, dem Fußmarsch durch die Stadt und den vielen neuen Eindrücken, inklusive Fischgeruch. Wir schaffen es ins Caramel Rouge gegenüber und kommen bei Pasta und Burritos wieder zu uns.

Gestärkt bummeln wir weiter durch die Altstadt und decken uns mit allem Nötigen für den vor uns liegenden Abend ein (Prosecco, Chips, Weingummi – Maja geht noch einen Schritt weiter und erwirbt eine Flasche „Riga Black Balsam“). Anna und Maja sind zutiefst entsetzt über das Foto aus dem Leichenschauhaus auf der lettischen Schachtel Marlboro Lights, das offensichtlich zur Abschreckung dienen soll. Zum Glück befinden sich keine Detailaufnahmen von Orangenhaut oder Winkfleisch auf den Süßigkeiten. Bine, durch deren Adern Espresso und Milchschaum fließen, freut sich über die hohe Verbreitung von Siebträgermaschinen in den örtlichen Coffeeshops und unterstellt im Index Café beim Warten auf ihren mit Liebe zubereiteten Cappuccino kichernd einer aufgeregt an einem Törtchen saugenden Wespe, diese bekäme gleich einen Orgasmus.

Zeit für eine kleine Siesta im Hotel.

(Fortsetzung folgt…)

What’s the problem?

29 Jul

Auch die schlafloseste Nacht geht irgendwann vorbei. Ich fühle mich wie überfahren und kann nur aufgrund bruchstückhafter Erinnerungen an wirre Traumfetzen davon ausgehen, dass ich doch mal kurz eingeschlafen sein muss. Eileen klammert sich noch immer an ihre Vintage-Rolex, die sie aus Angst vor Räubern nachts zwischen zwei Albträumen wieder um ihr Handgelenk geschnallt hat. Ich traue mich als Erste in die Dusche. Da ich meine Kontaktlinsen noch nicht eingesetzt habe, kann ich die schwarzen Schimmelspuren zwischen Kacheln und Duschwand einfach ignorieren. Trotz allem hilft der warme Wasserstrahl beim Wachwerden. Die anderen haben schon den ersten Kaffee intus, als wir in den Frühstücksraum kommen, sehen aber auch nicht viel fitter aus als Eileen und ich. Ich probiere Pancakes mit Marmelade und Nutellaersatz, danach einen in täuschend echtem Vollkornton gefärbten Teigklumpen, der ein bisschen an ein Brötchen erinnert. Er schmeckt nicht ganz so gruselig wie die mit „orange juice“ angepriesene Flüssigkeit oder die Gurkenscheiben, die Bine angewidert ausspuckt, als sie darin eine deutliche Schimmelnuance wahrnimmt. Wir phantasieren von schaumigem Starbucks Caffè Latte und hoffen, dass die Rigaer Innenstadt eine akzeptable Cafédichte aufweisen wird.

Doch bevor es losgeht, rüstet Eileen sich für ihr Vorhaben, uns ein besseres Zimmer zu besorgen. Ihr Vater besitzt Anteile des Maritim Golfparks, ihre Mutter ist langjähriges Goldmember der Hotelgruppe. Es wäre sicher gar nicht nötig gewesen, diese Tatsachen elegant-beiläufig zu erwähnen, denn allein bei dem Gedanken an den kleinen graugrünen Fleck auf ihrem Bettlaken funkeln Eileens Augen die Rezeptionistin so gefährlich an, dass diese einen Satz in das Büro des General Managers macht, um uns ein Upgrade zu ermöglichen. Wir warten in der Lobbybar auf die Früchte von Eileens Vorstellung und ihrer einflussreichen Familie, während eine Dame in kurzem Rock und beigefarbenen Lack-Peeptoes mit geschätzten 12 cm-Absätzen um uns herum stöckelt und Glasreiniger auf verschiedene Oberflächen sprüht. Ein erster Hinweis darauf, dass die Frauen hier wohl tatsächlich zu jeder Zeit und Gelegenheit auf beeindruckenden High Heels unterwegs sind. Voller Zuversicht holen wir schon mal das Gepäck aus den Zimmern und finden uns wieder an der Rezeption ein. Wir sind etwas überrascht, als sich uns die Dame mit den Peeptoes, jetzt ohne Glasreiniger, als Ieva Ozola, General Manager des Hotels vorstellt und fragt: „What’s the problem?“, ohne sich dabei Mühe zu geben, freundlich oder zuvorkommend zu wirken. Eileen erläutert ihr die Sachlage. Daraufhin dürfen wir uns ein Dreierzimmer im sechsten Stock anschauen, das ebenfalls stark nach Rauch riecht und pro Nacht und Nase 20 Euro mehr kosten soll. Kein Treffer. Eine weitere kurze Diskussion an der Rezeption später stehen Eileen und ich mit Ieva in Doppelzimmer Nummer 711, das weder Nikotin und Teer noch Wunderbaum-Aromen ausdünstet und damit Eileens kritischem Urteil standhält. Koffer und Taschen dürfen gleich hierbleiben. Ieva besteht allerdings darauf, sich unser beanstandetes Zimmer im vierten Stock anzuschauen. Sie begutachtet die Flecken auf Bettwäsche und Möbeln und enthält sich eines qualifizierten Kommentars. Wenigstens beschimpft sie uns nicht, dass wir uns nun wirklich nicht so anstellen sollen. Ein letztes Highlight dieser Besichtigungsodysee ist das Treppenhaus, durch das wir angesichts der stark frequentierten Fahrstühle wieder ins Erdgeschoss gelangen. So stelle ich mir das Innere eines Luftschutzbunkers vor. Ieva bewältigt die Stufen auf ihren hohen Absätzen ohne weiteres und hat zumindest dafür meinen Respekt.

(Fortsetzung folgt…)

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